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Demenz - Was ist das?

Die Anzahl der an Demenz erkrankten Menschen steigt rasant. Das begründet sich zum einen darin, dass die Ärzte heute die kognitiven Fähigkeiten ihres Patienten viel sorgfältiger diagnostizieren, als sie es vor Jahren taten. Zum anderen werden die Menschen immer älter, und so steigt die Gesamtzahl der alten Menschen und somit auch das Risiko für eine Diagnosenstellung Demenz deutlich an.

Eine demenzielle Erkrankung wird diagnostiziert, wenn ein chronischer Verwirrtheitszustand mit Gedächtnis-, Wahrnehmungs- und Denkstörungen, Desorientiertheit, Persönlichkeitsveränderungen und nachfolgendem körperlichem Abbau vorliegt. Die Ursachen für eine Demenz können verschieden sein. Die bekannteste Form ist die degenerative Alzheimer-Demenz, bei der sich die funktionierende Hirnmasse verringert und im Hirn funktionsuntüchtige Hohlräume entstehen. Die zweithäufigste Form ist die vaskuläre Demenz, bei welcher es wegen Gefäßerkrankungen zur Reduktion der kognitiven Leistungen des Gehirns kommt.

Scharf abzugrenzen von einer Demenz sind die sogenannten Pseudodemenzen wie Depression und ein akuter Verwirrtheitszustand z.B. infolge eines Fieberschubes oder eines Suchtmittelmissbrauches.

Bei einer Demenz verliert der Patient nach und nach seine kognitiven Fähigkeiten. Das hat nachfolgend prägend Auswirkung auf Stimmung und Befindlichkeit. Ängstlichkeit, Unsicherheit, Stimmungslabilität, emotionaler Rückzug sind hier deutlich und offensichtlich erkennbar. Der Patient ändert sein Verhalten und ist in der schwersten Ausprägung nicht mehr in der Lage, seine körperlichen Funktionen zu steuern und willentlich zu nutzen. Er verliert sein Körperbewusstsein und kann Funktionen nicht mehr willentlich steuern. Das Sturzrisiko steigt erheblich, und die Mobilität wird massiv eingeschränkt.

Ein Mensch, der auf der kognitiven Ebene nicht erreichbar ist, bleibt ein Individuum mit seiner eigenen Lebensgeschichte und seinen Eigenheiten. Eventuell werden die Eigenheiten durch den Wegfall der reflektierten Willenssteuerung / der Schamgrenze sogar über einen Zeitraum noch prägnanter. Einige therapeutische Ansätze in diesem Demenzstadium sind Bewegungstraining, Biografiearbeit und Sinnesreizung, die basale Stimulation. Hier ist die therapeutische Zielsetzung, ein Erfolgserlebnis, ein gutes Gefühl, eine positive emotionale Empfindung auszulösen und so Momente des Glückerlebens und der Wertschätzung zu platzieren.